Perspektiven
Mit dem Beitritt Polens zur Europäischen
Gemeinschaft
und Europäischen Union am 1. Mai 2004 hat der juristische
Erfahrungsaustausch zwischen beiden Ländern weitere Bedeutung
und
vor allem einen gemeinsamen Integrationsrahmen gewonnen. Die Schule
fragt nach dem Wert der Erfahrungen des Transformationslandes Polen
für das vereinigte Deutschland und nach demjenigen der
Erfahrungen
der Bundesrepublik Deutschland als Gründungsmitglied der
Gemeinschaft für den neuen Mitgliedstaat Polen.
Sie verfolgt zu diesem Zweck eine weitere Intensivierung
des
Rechtsunterrichts, die Beibehaltung hoher Anforderungen in der
Prüfung und — in Zusammenarbeit mit Partnern aus der
Wirtschaft — den Aufbau begleitender und vertiefender
Veranstaltungen zu Projekten von sowohl akademischem als auch
ökonomischem und rechtspolitischem Interesse.
Schließlich
nimmt sie Polen und namentlich Krakau auch als Brücke zum
östlichen Vorfeld der Union wahr; geographische Lage und
akademische Kontakte der Jagiellonen-Universität
eröffnen
einen privilegierten Blick auf die östlichen Nachbarstaaten
der
Union. Folgerichtig veranstaltete die Schule des deutschen Rechts im
Jahre 2007 basierend auf einer Krakauer Fakultätspartnerschaft
mit
der Mohyla-Akademie in Kiew eine erste Sommerschule zum "Recht in
Deutschland" in der Ukraine.